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Hatespeech, Fakenews und Socialbots – Grüne diskutieren über digitale Kommunikation und Regeln

Diskussionsveranstaltung am 8. März zu Fake-News mit Caja Thimm und Theresia Bauer

„Fake News, Social Bots und Twittergewitter – neue Meinungsmache im Netz?“ lautete das Thema der Diskussion von Theresia Bauer mit Prof. Caja Thimm. Das mit Zuhörern prall gefüllte Literaturcafé zeigte, dass dieses Thema auf großes Interesse bei den Heidelbergerinnen und Heidelbergern stieß.

Theresia Bauer begrüßte zunächst alle Anwesenden und läutete das Thema ein: „Wir reden nicht nur von den Möglichkeiten die sich ergeben, sondern auch von den Abgründen die sich auftun“. Alle Zuhörer seien angehalten, ihre eigenen Ideen und Vorschläge in die Diskussion miteinzubringen.  Caja Thimm, Professorin für Medienwissenschaft und Intermedialität in Bonn, ging in ihrem Vortrag auf „hate speech“ ein. Sie veranschaulichte an mitgebrachten Beispielen die Ausmaße des Hasses in den sozialen Medien. Nicht nur einzelne Personen oder Politiker seien von solchen Angriffen betroffen, sondern auch ganze Gruppen der Gesellschaft wie Flüchtlinge und Frauen. Nach Thimm sei es das Ziel den Leuten mit falschen Nachrichten Angst zu machen. Sie bezog sich dabei auch auf die Amokfahrt in Heidelberg. Rasant verbreiteten sich nach dieser Tat Spekulationen und Falschmeldungen im Internet. Die Polizei wies dies aber entschlossen zurück.

Absurderweise würden die Fake-News im Netz trotzdem eine hohe Glaubwürdigkeit genießen. Umso wichtiger sei es, diesen etwas entgegenzusetzen: „Ich hätte vor fünf Jahren nicht gedacht, dass ich heute hier stehe und die Regulierung des Internets fordere“, stellte Caja Thimm anschließend klar. Vor allem Plattformen wie Facebook seien hier in der Verantwortung, Hasskommentare schneller und effizienter zu löschen, da das bisherige melden („flagging“) von Kommentaren nicht zielführend sei. Zudem sollten Kinder schon rechtzeitig auf die digitale Welt vorbereitet werden und digitale Kompetenz erlernen.

Die Zuhörer lieferten rege Wortbeiträge, stellten dringliche Fragen an die Referentinnen, wodurch eine leidenschaftliche und breite Diskussion Fahrt aufnahm. Dabei stieß auch die schwierige strafrechtliche Verfolgung von Hasskommentaren im Internet bei vielen auf Unmut.

Theresia Bauer lobte das breite Gespräch und forderte die Politik Haltung zu zeigen. Sie richtete abschließend einen nachdrücklichen Appell an alle Anwesenden: „Wir sind alle gefragt: Wissenschaftler, Kunstschaffende, Presse und Politik, in diese Auseinandersetzung zu gehen."

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