THERESIA BAUER MdL

Zur Förderung des Nationaltheaters Mannheim

In der Rhein-Neckar-Zeitung wird heute (29.06.) auf die außergewöhnliche Förderung Bezug genommen, die die Stadt Mannheim seitens des Bundes für die Sanierung des Nationaltheaters erhält. Dem wird entgegengehalten, dass das Land Baden-Württemberg die 2009 begonnene Sanierung des Heidelberger Theaters nicht finanziell unterstützt hat.

Diese Entscheidung der damaligen schwarz-gelben Landesregierung unter Ministerpräsident Oettinger beruhte auf dem bereits in den 1990er Jahre gefassten Beschluss, keine Landesmittel mehr für die Sanierung kommunaler Theater zur Verfügung zu stellen, da die regelmäßige Förderung entsprechender Bauvorhaben die Kapazität des Landeshaushalts auf Dauer massiv übersteigen würde.

Dazu erklärt die Heidelberger Landtagsabgeordnete Theresia Bauer:

„Ich schätze die Qualität des Heidelberger Theater sehr und hege als Heidelbergerin auch große Sympathien für unser Theater. Ich habe außerdem großen Respekt vor dem enormen bürgerschaftlichen Engagement, mit dem es gelungen ist, die Sanierung aus eigener Kraft zu stemmen. Aber auch ich hätte, selbst wenn ich damals schon Ministerin gewesen wäre – was ich erst 2011 wurde – gar nicht anders entscheiden können, da für Heidelberg die gleichen Regeln gelten wie für die anderen hochwertigen städtischen Theater im Land.

Die nun vom Bund zugesagte Förderung des Nationaltheaters Mannheim hat allerdings einen singulären Charakter, der auch der einzigartigen Bedeutung des traditionsreichen Nationaltheaters in der gesamten deutschsprachigen Theaterlandschaft gerecht wird. Das Vier-Sparten-Haus ist das größte Kommunaltheater Deutschlands und erfährt mit jährlich rund 340.000 Besuchern sehr großen Zuspruch. Neben zahlreichen Nominierungen und Auszeichnungen beim Deutschen Theaterpreis in den letzten Jahren wurde das Nationaltheater Mannheim 2015 von der Fachzeitschrift ‚Opernwelt‘ sogar zum Opernhaus des Jahres gekürt.

Dieser besondere Stellenwert kann nur dann erhalten werden, wenn eine erweiterte finanzielle Beteiligung sichergestellt werden kann. Denn einen Sanierungsbedarf in Höhe von 200 Mio. Euro kann eine Kommune beim besten Willen nicht allein stemmen. Ich halte es deshalb für wichtig und richtig, dass sich die Landesregierung beim Bund für eine Förderung des Nationaltheaters Mannheim stark gemacht hat und werde mich darüber hinaus in diesem singulären Fall auch für eine finanzielle Beteiligung des Landes einsetzen.“

 

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